<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>clean-IT &#187; Thailand</title>
	<atom:link href="http://www.clean-it.at/tag/thailand/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.clean-it.at</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Jan 2012 09:50:03 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>PA: Clean-IT &#8211; gegen Ausbeutung am Flie&#223;band</title>
		<link>http://www.clean-it.at/2009/11/17/clean-it-gegen-ausbeutung-am-fliessband/</link>
		<comments>http://www.clean-it.at/2009/11/17/clean-it-gegen-ausbeutung-am-fliessband/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 18:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Ben Lassoued</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Presseaussendung]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.clean-it.at/?p=1659</guid>
		<description><![CDATA[S&#252;dwind-Aktivistinnen und Experte aus China berichten bei einem Pressegespr&#228;ch von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in der globalisierten Elektronikindustrie. 
Wien, 17.11.2009. Computer, Handy, Fernseher und Kamera – elektronische Artikel erleichtern unseren Alltag und sind kaum mehr wegzudenken. Der Gro&#223;teil davon wird aus Asien importiert. Thailand ist der gr&#246;&#223;te Festplatten-Exporteur der Welt, aus China kommen 25 % der globalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>S&#252;dwind-Aktivistinnen und Experte aus China berichten bei einem Pressegespr&#228;ch von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in der globalisierten Elektronikindustrie. </strong></p>
<p><strong>Wien, 17.11.2009.</strong> Computer, Handy, Fernseher und Kamera – elektronische Artikel erleichtern unseren Alltag und sind kaum mehr wegzudenken. Der Gro&#223;teil davon wird aus Asien importiert. Thailand ist der gr&#246;&#223;te Festplatten-Exporteur der Welt, aus China kommen 25 % der globalen Elektronik-Produktion. Sie bestimmt in diesen L&#228;ndern den Alltag von Millionen Menschen. „Vor allem junge Frauen sind in der Elektronikindustrie besch&#228;ftigt. Sie arbeiten tagt&#228;glich bis zu 16 Stunden am Flie&#223;band und gef&#228;hrden dabei ihre Gesundheit f&#252;r einen Hungerlohn“, berichtet Christina Schr&#246;der von der entwicklungspolitischen Organisation S&#252;dwind. Gemeinsam mit einer Kollegin war sie vor Kurzem in Thailand, um den sozialen Problemen in der Elektronikproduktion auf den Grund zu gehen.</p>
<p>Zahlreiche Investitionsf&#246;rderungen der thail&#228;ndischen Regierung locken die gro&#223;en Elektronikmarken ins Land. Bis zu 11 Jahre k&#246;nnen sie steuerfrei produzieren lassen, danach gibt es immer noch die M&#246;glichkeit Firmenstandorte zu schlie&#223;en und in der Nachbarprovinz unter einem anderen Namen wieder aufzusperren. Bei dieser Gelegenheit wird die Belegschaft gek&#252;ndigt und neue Arbeitskr&#228;fte, meist LeiharbeiterInnen, werden angestellt. Sie bekommen den Mindestlohn gezahlt – ca. 200 Baht, also 4 Euro am Tag. &#220;berleben kann man davon nicht. Deswegen sind sie gezwungen, t&#228;glich mindestens zwei &#220;berstunden zu leisten und Schicht zu arbeiten. Pro Nacht werden ca. 50 Cent Zuschlag gezahlt. „Mit &#220;berstunden und Nachtarbeit komme ich gerade so &#252;ber die Runden“, erz&#228;hlte eine Arbeiterin den S&#252;dwind-Aktivistinnen, „Ansparen kann ich mir f&#252;r Notf&#228;lle aber nichts.“ Diese k&#246;nnen jedoch jederzeit eintreten. Denn wer einen Fehler bei der Produktion macht, kann f&#252;nf bis sieben Tage suspendiert werden. Dann fehlt jegliche Existenzgrundlage.</p>
<p>Auch wer krank wird oder einen Unfall am Arbeitsplatz hat, ger&#228;t in eine Notsituation. Dem 40-j&#228;hrigen Herrn Tuebto wurde am Ende einer langen Nachtschicht die H&#228;lfte des Fu&#223;es in einer defekten Maschine abgetrennt. Sein Arbeitgeber, ein Zulieferer f&#252;r gro&#223;e Markenfirmen, hat ihm bis heute keine Entsch&#228;digung gezahlt. „Das Management hat gemeint, dass es meine eigene Schuld war und sie deshalb nicht zahlen. Dabei habe ich mehrmals auf die defekte Maschine hingewiesen“, klagte Herr Tuebto.</p>
<p>Auch f&#252;r beruflich bedingte Krankheiten wollen Unternehmen keine Verantwortung &#252;bernehmen. Wenn &#196;rztInnen Krankheiten aufgrund von toxischer Belastung und fehlender Schutzkleidung diagnostizieren, werden sie oft von den Unternehmen geklagt. „Kaum einer wagt, eine richtige Diagnose zu stellen und Arbeiterinnen und Arbeiter, die nicht wissen, warum und ob sie krank sind, k&#246;nnen sich auch nicht wehren“, erkl&#228;rte Dr. Auropan. Sie ist eine der wenigen &#196;rztInnen in Thailand, die sich trotz Firmenklagen daf&#252;r einsetzte, die gesundheitlichen Belastungen, die von der Arbeit in Elektronikfirmen ausgeht, zu beweisen.</p>
<p>&#196;hnliches berichtete Kevin Li, einer der Gr&#252;nder der globalisierungskritischen Bewegung „Globalization Monitor“ aus China. Er ist auf Einladung von S&#252;dwind in &#214;sterreich zu Gast, um auf die schlechten Arbeitsbedingungen in der asiatischen Elektronikindustrie aufmerksam zu machen. Die ArbeiterInnen d&#252;rfen sich in China nicht frei gewerkschaftlich organisieren, um mit dem Management der Fabriken zu verhandeln, um damit ihre Situation zu verbessern. „Markenunternehmen m&#252;ssen Verantwortung f&#252;r Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben &#252;bernehmen. Dazu sollen sie Verhaltenskodizes entwickeln und umsetzen, die faire Bedingungen f&#252;r alle Arbeiterinnen und Arbeiter garantieren“, unterstreicht Kevin Li. Er unterst&#252;tzt somit auch die Forderungen der S&#252;dwind-Kampagne Clean-IT f&#252;r faire Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie.</p>
<p>„Unsere Hauptaufgabe ist, Bewusstsein &#252;ber die Missst&#228;nde in dieser Industrie zu schaffen. Gemeinsam mit Konsumentinnen und Konsumenten &#252;ben wir Druck auf die Unternehmen aus, damit sie ihre soziale Verantwortung gegen&#252;ber den Arbeiterinnen und Arbeitern wahrnehmen“, erkl&#228;rt Andrea Ben Lassoued, Projektleiterin von Clean-IT. Bis dato g&#228;be es noch keine fair produzierten Computer am Markt. „Je gr&#246;&#223;er die Nachfrage von Konsumentinnen und Konsumenten nach fairen Arbeitsbedingungen in der Computer- und Elektronikindustrie, desto eher werden sich die Unternehmen daf&#252;r einsetzen m&#252;ssen.“</p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?gal=Pressegespraech_CleanIT_091117&amp;seite=1&amp;pagesize=12&amp;b=442%20">Druckf&#228;higes Fotomaterial</a> und <a href="http://doku.cac.at/pressemappe_clean-it_0911.pdf">Pressemappe zum Downloaden</a></strong> <strong> </strong></p>
<p><strong>R&#252;ckfragehinweis:</strong></p>
<p>Christina Schr&#246;der</p>
<p>S&#252;dwind</p>
<p>Tel.: 0676 750 77 76</p>
<p>E-Mail: christina.schroeder@suedwind.at</p>
<p><a href="www.suedwind-agentur.at/" target="_blank">www.suedwind-agentur.at </a></p>
<p>Die S&#252;dwind-Kampagne <a href="http://clean-it.at/" target="_blank">Clean-IT</a> ist Teil der europ&#228;ischen ProcureITfair-Kampagne und wird von der Europ&#228;ischen Union und der &#214;sterreichischen Entwicklungszusammenarbeit gef&#246;rdert. Die von Clean-IT vertretenen Standpunkte geben die Ansicht von Clean-IT wieder und stellen somit in keiner Weise die offizielle Meinung der F&#246;rdergeber dar.</p>
<p><a href="www.suedwind-agentur.at/" target="_blank">S&#252;dwind </a>setzt sich als entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation seit &#252;ber 25 Jahren f&#252;r eine nachhaltige globale Entwicklung, Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen weltweit ein. Durch schulische und au&#223;erschulische Bildungsarbeit, die Herausgabe des S&#252;dwind-Magazins und anderer Publikationen thematisiert S&#252;dwind in &#214;sterreich globale Zusammenh&#228;nge und ihre Auswirkungen. Mit &#246;ffentlichkeitswirksamen Aktionen, Kampagnen- und Informationsarbeit engagiert sich S&#252;dwind f&#252;r eine gerechtere Welt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.clean-it.at/2009/11/17/clean-it-gegen-ausbeutung-am-fliessband/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

