<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>clean-IT &#187; China</title>
	<atom:link href="http://www.clean-it.at/tag/china/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.clean-it.at</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 09:30:29 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Foxconn expandiert. Mit im Gep&#228;ck: Milliardenschwere Auftr&#228;ge und schlechte Arbeitsbedingungen</title>
		<link>http://www.clean-it.at/2010/07/22/foxconn-expandiert-mit-im-gepaeck-milliardenschwere-auftraege-und-schlechte-arbeitsbedingungen/</link>
		<comments>http://www.clean-it.at/2010/07/22/foxconn-expandiert-mit-im-gepaeck-milliardenschwere-auftraege-und-schlechte-arbeitsbedingungen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 06:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Foxconn]]></category>
		<category><![CDATA[HP]]></category>
		<category><![CDATA[Nokia]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.clean-it.at/?p=1742</guid>
		<description><![CDATA[Trotz der Selbstmordserie von ArbeiterInnen aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen beim Elektronikriesen Foxconn in Shenzehn, China, kann das Unternehmen weiterhin mit milliardenschweren Auftr&#228;gen von bekannten Markenfirmen wie Apple, HP, Dell und Co rechnen. Allein Dell bestellte f&#252;r 2011 f&#252;nf Millionen Laptops, was eine Verf&#252;nffachung der Auftr&#228;ge im Vergleich zum Vorjahr darstellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz der Selbstmordserie von ArbeiterInnen aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen beim Elektronikriesen Foxconn in Shenzehn, China, kann das Unternehmen weiterhin mit milliardenschweren Auftr&#228;gen von bekannten Markenfirmen wie Apple, HP, Dell und Co rechnen. Allein Dell bestellte f&#252;r 2011 f&#252;nf Millionen Laptops, was eine Verf&#252;nffachung der Auftr&#228;ge im Vergleich zum Vorjahr darstellt.</p>
<p>Um die zunehmenden Auftr&#228;ge annehmen zu k&#246;nnen, expandiert das Unternehmen Foxconn, das 2009 insgesamt 2,4 Milliarden Dollar Gewinn machte, sowohl in China als auch in Europa. In China weitet der Kontraktfertiger aufgrund der gestiegenen Arbeitskosten in der Sonderwirtschaftszone Shenzhen im S&#252;den des Landes seine Produktion nach Henan, Zentralchina, und in den Norden nach Tanjin aus, wo niedrigere Produktionskosten zu erwarten sind.<br />
In Europa ist Foxconn in Tschechien auf der Suche nach 700 neuen MitarbeiterInnen f&#252;r sein Werk in Kutna Hora, wo es f&#252;r HP Server herstellt. 350 neue MitarbeiterInnen wurden seit Jahresbeginn bereits eingestellt.</p>
<p>Trotz der Expansion und der satten Gewinne des Unternehmens &#228;ndert sich nichts an den schlechten Arbeitsbedingungen der ArbeiterInnen. Nachdem in China seit Jahresbeginn vierzehn Menschen aus den Fenstern der firmeneigenen Wohnr&#228;ume sprangen, wobei elf ArbeiterInnen starben und drei den Suizidversuch &#252;berlebten, sind die Arbeitsbedingungen am tschechischen Foxconn-Standort ebenfalls menschen- und arbeitsrechtsverletztend: In Pardubice wurde das Unternehmen von der Tschechischen Republik zu einer Geldstrafe von CZK 500.000 (rund 19.700 Euro) verurteilt, weil es die Ruhezeiten seiner ArbeiterInnen nicht einhielt. Bereits im Oktober soll das Unternehmen aus dem selben Grund zu einer Geldstrafe von 30.000 CZK (rund 1.200 Euro) verurteilt worden sein.</p>
<p>Foxconn beliefert als weltweit gr&#246;&#223;ter Elektronikhersteller bekannte Markenunternehmen wie Apple, HP, Nintendo und Nokia und besch&#228;ftigt rund 800.000 Menschen. Der Konzern wird immer wieder wegen der menschenrechtsverletzenden Arbeitsbedingungen und der schlechten Entlohnung &#246;ffentlich kritisiert. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.clean-it.at/2010/07/22/foxconn-expandiert-mit-im-gepaeck-milliardenschwere-auftraege-und-schlechte-arbeitsbedingungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>20. Juli: Erneuter Selbstmord bei Foxconn</title>
		<link>http://www.clean-it.at/2010/07/21/20-juli-erneuter-selbstmord-bei-foxconn/</link>
		<comments>http://www.clean-it.at/2010/07/21/20-juli-erneuter-selbstmord-bei-foxconn/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 11:07:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Foxconn]]></category>
		<category><![CDATA[SACOM]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.clean-it.at/?p=1748</guid>
		<description><![CDATA[Liu, ein 19 j&#228;hriger Foxconn- Mitarbeiter st&#252;rzte sich am 20.Juli 2010 aus dem sechsten Stock des konzerneigenen Wohnhauses in Foshan, S&#252;dchina. Der Student, der an der „Vocational School of Technology“ in Dongfang im Norden Chinas studierte, war als Praktikant bei Foxconn t&#228;tig und h&#228;tte das Unternehmen fr&#252;hzeitig verlassen sollen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liu, ein 19 j&#228;hriger Foxconn- Mitarbeiter st&#252;rzte sich am 20.Juli 2010 aus dem sechsten Stock des konzerneigenen Wohnhauses in Foshan, S&#252;dchina. Der Student, der an der „Vocational School of Technology“ in Dongfang im Norden Chinas studierte, war als Praktikant bei Foxconn t&#228;tig und h&#228;tte das Unternehmen fr&#252;hzeitig verlassen sollen. Grund f&#252;r die K&#252;ndigung war, nach Angaben der Foxconn-Filiale Chimei Innolux, in der Liu Selbstmord ver&#252;bte, dass der Praktikant &#252;ber Tage hinweg nicht zur Arbeit erschienen w&#228;re. Die R&#252;ckreise in seine Heimatstadt sei schon arrangiert gewesen.</p>
<p>Dieser Fall ist nicht der erste Todesfall bei Foxconn: Seit Anfang des Jahres versuchten sich vierzehn Foxconn-MitarbeiterInnen in China das Leben zu nehmen &#8211; drei davon &#252;berlebten den Selbstmordversuch, elf Menschen starben.</p>
<p>Foxconn besch&#228;ftigt rund 800 000 Menschen und ist der weltweit gr&#246;&#223;te Elektronikproduzent. Das Unternehmen produziert f&#252;r bekannte Markenunternehmen wie beispielsweise Apple, Dell und HP. Arbeitsrechtsorganisationen wie<a href="http://sacom.hk/" target="_blank"> SACOM</a>,<span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"> </span></span><a href="http://goodelectronics.org/" target="_blank">GoodElectronics</a> und <a href="http://procureitfair.org/" target="_blank"><span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;">ProcureITFair</span></span></a> kritisieren die schlechten Arbeitsbedingungen bei Foxconn.</p>
<p>KonsumentInnen, die sich f&#252;r bessere Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie einsetzen m&#246;chte, k&#246;nnen dies mit Unterzeichnung der ProcureITfair-Online Petition tun: <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://procureitfair.org/petition" target="_blank">procureitfair.org/petition</a></span></span>.</p>
<p><a href="http://www.procureitfair.org/petition/german" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1772 alignleft" title="banner_procureitfair_234x60_de" src="http://www.clean-it.at/wordpress/wp-content/uploads/banner_procureitfair_234x60_de1.gif" alt="" width="234" height="60" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.clean-it.at/2010/07/21/20-juli-erneuter-selbstmord-bei-foxconn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nordchina: Streik f&#252;r bessere Arbeitsbedingungen</title>
		<link>http://www.clean-it.at/2010/07/02/nordchina-streik-fuer-bessere-arbeitsbedingungen/</link>
		<comments>http://www.clean-it.at/2010/07/02/nordchina-streik-fuer-bessere-arbeitsbedingungen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 14:36:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbedingungen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Mitsumi Electric]]></category>
		<category><![CDATA[Streik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.clean-it.at/?p=1727</guid>
		<description><![CDATA[ArbeiterInnen des taiwanesischen Elektronikherstellers Mitsumi Electric in der nordchinesischen Stadt Tianjin streiken seit Dienstag, dem 29.6., f&#252;r bessere Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung.
Der Arbeitsdruck steige, w&#228;hrend die Bezahlung stagniere; Lohnerh&#246;hungen habe es schon lange nicht mehr gegeben, so die chinesische Arbeiterin Wang, die ihren vollen Namen nicht preisgeben m&#246;chte. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ArbeiterInnen des taiwanesischen Elektronikherstellers Mitsumi Electric in der nordchinesischen Stadt Tianjin streiken seit Dienstag, dem 29.6., f&#252;r bessere Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung.</strong></p>
<p>Der Arbeitsdruck steige, w&#228;hrend die Bezahlung stagniere; Lohnerh&#246;hungen habe es schon lange nicht mehr gegeben, so die chinesische Arbeiterin Wang, die ihren vollen Namen nicht preisgeben m&#246;chte. Forderungen wie „Menschenhandel nicht erw&#252;nscht“, „Wir m&#246;chten eine faire Behandlung“ oder„ Wir m&#246;chten eine Lohnerh&#246;hung“ sind auf den meterlangen Transparenten der ProtestantInnen zu sehen. Seit drei Tagen steht die Arbeit still. Die Polizei bewacht das Firmengel&#228;nde und behindert ReporterInnen daran, mit den ArbeiterInnen der Fabrik zu sprechen. Um die Sicht zu versperren und damit das Filmen zu unterbinden, werden gro&#223;e W&#228;gen vor dem Firmengel&#228;nde platziert.</p>
<p>Die gewerkschaftlich organisierten ArbeiterInnen sind mit einem Forderungskatalog an den Sprecher von Mitsumi Electric, Yoshitsugu Murakami, herangetreten. Dieser sieht die Ursachen f&#252;r den Streik vor allem darin, dass die Fabrik in der selben Stadt liege wie die Honda- und Toyota-Werke, in denen k&#252;rzlich f&#252;r bessere Arbeitsbedingungen gestreikt worden sei, und an denen sich der Protest bei Mitsumi Electric nun entz&#252;ndet habe.</p>
<p><a name="articleText"></a> Li Changping, der sich intensiv mit l&#228;ndlicher Entwicklung auseinandersetzt und bei einer regionalen NGO mitarbeitet, sieht darin jedoch ein ver&#228;ndertes Selbstbewusstsein der ArbeiterInnen, die zunehmend mehr Vertrauen in sich selbst haben, etwas an ihrer Arbeitssituation ver&#228;ndern zu k&#246;nnen.</p>
<p>Seit den Selbstmorden bei Foxconn in Shenzen, S&#252;dchina, gibt es immer wieder Proteste von ArbeiterInnen, die bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Entlohnung fordern. Vom S&#252;den Chinas ausgehend haben sich die Proteste auf andere Produktionssektoren und in den Norden ausgeweitet.</p>
<p>Organisationen wie <a href="http://sacom.hk/">SACOM</a>, <a href="http://goodelectronics.org/">Good Electronics</a> und <a href="http://procureitfair.org/">ProcureItFair</a> setzen sich f&#252;r bessere Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie ein. ProcureITFair ver&#246;ffentlichte k&#252;rzlich ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kiOnGAGcGrc">Video</a> &#252;ber Arbeitsbedingungen und startete eine <a href="http://procureitfair.org/petition">Online- Petition </a>f&#252;r eine faire Beschaffung von Computern in &#246;ffentlichen Einrichtungen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.clean-it.at/2010/07/02/nordchina-streik-fuer-bessere-arbeitsbedingungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wissenschafter fordern menschenw&#252;rdige Arbeitsstandards bei Foxconn  und mehr Transparenz in der globalen IT-Produktion</title>
		<link>http://www.clean-it.at/2010/06/20/wissenschafter-fordern-menschenwuerdige-arbeitsstandards-bei-foxconn-und-mehr-transparenz-in-der-globalen-it-produktion/</link>
		<comments>http://www.clean-it.at/2010/06/20/wissenschafter-fordern-menschenwuerdige-arbeitsstandards-bei-foxconn-und-mehr-transparenz-in-der-globalen-it-produktion/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 09:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Electronic Industry Code of Conduct]]></category>
		<category><![CDATA[Foxconn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.clean-it.at/?p=1670</guid>
		<description><![CDATA[Die tragische Selbstmordserie der jungen ArbeiterInnen bei Foxconn, dem gr&#246;&#223;ten Elektronikhersteller der Welt, in Shenzhen, China, hat die Welt aufh&#246;ren lassen. Bis jetzt wussten nur wenige Menschen, dass Foxconn die gr&#246;&#223;te Fertigungsanlage f&#252;r Elektronikger&#228;te der Welt betreibt.

Die ca. 300.000 ArbeiterInnen produzieren f&#252;r alle bekannten Markenhersteller der globalen Computerindustrie wie Apple, Hewlett-Packard, Dell, Nokia oder Sony. Da Kontraktfertiger wie Foxconn und seine AbnehmerInnen versuchen die Arbeitsbedingungen und Produktionswege intransparent zu halten, wird dieses System auch als „verdeckte Produktion“ bezeichnet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die tragische Selbstmordserie der jungen ArbeiterInnen bei Foxconn, dem gr&#246;&#223;ten Elektronikhersteller der Welt, in Shenzhen, China, hat die Welt aufh&#246;ren lassen. Bis jetzt wussten nur wenige Menschen, dass Foxconn die gr&#246;&#223;te Fertigungsanlage f&#252;r Elektronikger&#228;te der Welt betreibt.</p>
<p>Die ca. 300.000 ArbeiterInnen produzieren f&#252;r alle bekannten Markenhersteller der globalen Computerindustrie wie Apple, Hewlett-Packard, Dell, Nokia oder Sony. Da Kontraktfertiger wie Foxconn und seine AbnehmerInnen versuchen die Arbeitsbedingungen und Produktionswege intransparent zu halten, wird dieses System auch als „verdeckte Produktion“ bezeichnet.</p>
<p>Viele ArbeiterInnen in Kontraktfertigungsunternehmen, die bevorzugt in Billiglohnl&#228;ndern wie China, Malaysien, Thailand, Indonesien, Mexiko, Ungarn und anderen osteurop&#228;ischen L&#228;ndern produzieren lassen, verdienen nicht einmal den nationalen Mindestlohn. Sie arbeiten zwar in modernen Fabriken, aber die Arbeitsbedingungen erinnern eher an die Anf&#228;nge der Massenproduktion. In den globale Kontraktmanufakturen werden oftmals Gewerkschaften marginalisiert und Arbeitsstandards untergraben.  Zudem arbeiten vor allem MigrantInnen aus l&#228;ndlichen Gebieten, zumeist Frauen, in den Manufakturen.</p>
<p><strong>Aufgrund der tragischen Vorf&#228;lle bei Foxconn ruft eine Gruppe chinesischer WissenschafterInnen f&#252;hrender Universit&#228;ten des Landes zum kollektiven Protest auf.</strong><br />
Ihrer Meinung nach weist die Krise bei Foxconn auf die tiefgreifenden Probleme des chinesischen Wirtschaftswachstums hin, das auf geringen L&#246;hnen, langen Arbeitszeiten und Diskriminierung der l&#228;ndlichen ArbeitsmigrantInnen aufbaut. Die Wissenschater fordern die chinesische Regierung und lokale Beh&#246;rden sowie die betroffenen Unternehmen auf, MigrantInnen als „richtige Angeh&#246;rige des Unternehmens“ anzuerkennen.</p>
<p>Um Arbeitsstandards, wie berufliche Gesundheit und die Wahrung der W&#252;rde der ArbeiterInnen in den Fabriken weltweit durchzusetzen, fordern die WissenschafterInnen alle Beteiligten auf, umfassende Ma&#223;nahmen zu ergreifen:</p>
<p>Eine ver&#228;nderte Arbeitspolitik im Bereich der Kontraktfertigung ist notwendig, um die Beziehungen zwischen Kontraktfertiger und Markenunternehmen transparent und &#252;berpr&#252;fbar zu machen. Besondere Aufmerksamkeit muss dabei den Arbeits- Gesundheits- und Umweltstandards ebenso wie der demokratischen Partizipation der ArbeiterInnen am Arbeitsplatz zukommen. Die sogenannte „Electronics Industry Citizenship Coalition“( EICC) &#8211; ein von IT- Unternehmen eingef&#252;hrter Verhaltenskodex  &#8211; versagte dabei, grundlegende Arbeitsstandards, Umweltgerechtigkeit und sozialen Verantwortung in der gesamten Computerindustrie und Beschaffungskette zu gew&#228;hrleisten.</p>
<p><strong> ArbeiterInnen m&#252;ssen folgende Rechte haben:</strong></p>
<ul>
<li> das Recht auf die Bildung von Gewerkschaften, um ihre Interessen und Rechte zu verteidigen</li>
<li>das Recht auf Information &#252;ber und den Schutz vor giftigen Chemikalien in den Fabriken</li>
<li>das Recht auf vertretbare Arbeitszeiten, die keine physischen oder psychischen Krankheiten hervorrufen</li>
</ul>
<p><strong> Gemeinden, Beh&#246;rden und die &#214;ffentlichkeit haben das Recht zu wissen:</strong></p>
<ul>
<li>wie die Arbeitsbedingungen in den Kontraktunternehmen sind und ob die Rechte der ArbeiterInnen respektiert werden</li>
<li>welche giftigen Substanzen in der Fertigung verwendet werden und ob Produktionsprozesse internationalen Standards in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheit entsprechen</li>
<li> wo, von wem und unter welchen Bedingungen Markenprodukte gefertigt werden</li>
<li>welche finanziellen und &#246;konomischen Bedingungen die Fertigungsvertr&#228;ge zwischen Markenunternehmen und ihren AbnehmerInnen enthalten</li>
</ul>
<p>Angesichts dieser dringenden Fragen ruft die Wissenschaftergruppe Unternehmen und Beh&#246;rden in China und in anderen beteiligten L&#228;ndern auf, eine unabh&#228;ngige, internationale Untersuchung zu unterst&#252;tzen, die  die &#246;konomischen, sozialen und finanziellen Hintergr&#252;nde der tragischen Vorf&#228;lle bei Foxconn aufkl&#228;ren soll. Die Untersuchung soll von der <a href="http://www.ilo.org/global/lang--en/index.htm">Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) </a>koordiniert und mit Beteiligung unabh&#228;ngiger akademischer Experten, Gewerkschaften, Arbeits- und Umwelt- NGOs und anderen Organisationen, die in diesem Bereich t&#228;tig sind, durchgef&#252;hrt werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.clean-it.at/2010/06/20/wissenschafter-fordern-menschenwuerdige-arbeitsstandards-bei-foxconn-und-mehr-transparenz-in-der-globalen-it-produktion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>PA: Clean-IT &#8211; gegen Ausbeutung am Flie&#223;band</title>
		<link>http://www.clean-it.at/2009/11/17/clean-it-gegen-ausbeutung-am-fliessband/</link>
		<comments>http://www.clean-it.at/2009/11/17/clean-it-gegen-ausbeutung-am-fliessband/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 18:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Ben Lassoued</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Presseaussendung]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.clean-it.at/?p=1659</guid>
		<description><![CDATA[S&#252;dwind-Aktivistinnen und Experte aus China berichten bei einem Pressegespr&#228;ch von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in der globalisierten Elektronikindustrie. 
Wien, 17.11.2009. Computer, Handy, Fernseher und Kamera – elektronische Artikel erleichtern unseren Alltag und sind kaum mehr wegzudenken. Der Gro&#223;teil davon wird aus Asien importiert. Thailand ist der gr&#246;&#223;te Festplatten-Exporteur der Welt, aus China kommen 25 % der globalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>S&#252;dwind-Aktivistinnen und Experte aus China berichten bei einem Pressegespr&#228;ch von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in der globalisierten Elektronikindustrie. </strong></p>
<p><strong>Wien, 17.11.2009.</strong> Computer, Handy, Fernseher und Kamera – elektronische Artikel erleichtern unseren Alltag und sind kaum mehr wegzudenken. Der Gro&#223;teil davon wird aus Asien importiert. Thailand ist der gr&#246;&#223;te Festplatten-Exporteur der Welt, aus China kommen 25 % der globalen Elektronik-Produktion. Sie bestimmt in diesen L&#228;ndern den Alltag von Millionen Menschen. „Vor allem junge Frauen sind in der Elektronikindustrie besch&#228;ftigt. Sie arbeiten tagt&#228;glich bis zu 16 Stunden am Flie&#223;band und gef&#228;hrden dabei ihre Gesundheit f&#252;r einen Hungerlohn“, berichtet Christina Schr&#246;der von der entwicklungspolitischen Organisation S&#252;dwind. Gemeinsam mit einer Kollegin war sie vor Kurzem in Thailand, um den sozialen Problemen in der Elektronikproduktion auf den Grund zu gehen.</p>
<p>Zahlreiche Investitionsf&#246;rderungen der thail&#228;ndischen Regierung locken die gro&#223;en Elektronikmarken ins Land. Bis zu 11 Jahre k&#246;nnen sie steuerfrei produzieren lassen, danach gibt es immer noch die M&#246;glichkeit Firmenstandorte zu schlie&#223;en und in der Nachbarprovinz unter einem anderen Namen wieder aufzusperren. Bei dieser Gelegenheit wird die Belegschaft gek&#252;ndigt und neue Arbeitskr&#228;fte, meist LeiharbeiterInnen, werden angestellt. Sie bekommen den Mindestlohn gezahlt – ca. 200 Baht, also 4 Euro am Tag. &#220;berleben kann man davon nicht. Deswegen sind sie gezwungen, t&#228;glich mindestens zwei &#220;berstunden zu leisten und Schicht zu arbeiten. Pro Nacht werden ca. 50 Cent Zuschlag gezahlt. „Mit &#220;berstunden und Nachtarbeit komme ich gerade so &#252;ber die Runden“, erz&#228;hlte eine Arbeiterin den S&#252;dwind-Aktivistinnen, „Ansparen kann ich mir f&#252;r Notf&#228;lle aber nichts.“ Diese k&#246;nnen jedoch jederzeit eintreten. Denn wer einen Fehler bei der Produktion macht, kann f&#252;nf bis sieben Tage suspendiert werden. Dann fehlt jegliche Existenzgrundlage.</p>
<p>Auch wer krank wird oder einen Unfall am Arbeitsplatz hat, ger&#228;t in eine Notsituation. Dem 40-j&#228;hrigen Herrn Tuebto wurde am Ende einer langen Nachtschicht die H&#228;lfte des Fu&#223;es in einer defekten Maschine abgetrennt. Sein Arbeitgeber, ein Zulieferer f&#252;r gro&#223;e Markenfirmen, hat ihm bis heute keine Entsch&#228;digung gezahlt. „Das Management hat gemeint, dass es meine eigene Schuld war und sie deshalb nicht zahlen. Dabei habe ich mehrmals auf die defekte Maschine hingewiesen“, klagte Herr Tuebto.</p>
<p>Auch f&#252;r beruflich bedingte Krankheiten wollen Unternehmen keine Verantwortung &#252;bernehmen. Wenn &#196;rztInnen Krankheiten aufgrund von toxischer Belastung und fehlender Schutzkleidung diagnostizieren, werden sie oft von den Unternehmen geklagt. „Kaum einer wagt, eine richtige Diagnose zu stellen und Arbeiterinnen und Arbeiter, die nicht wissen, warum und ob sie krank sind, k&#246;nnen sich auch nicht wehren“, erkl&#228;rte Dr. Auropan. Sie ist eine der wenigen &#196;rztInnen in Thailand, die sich trotz Firmenklagen daf&#252;r einsetzte, die gesundheitlichen Belastungen, die von der Arbeit in Elektronikfirmen ausgeht, zu beweisen.</p>
<p>&#196;hnliches berichtete Kevin Li, einer der Gr&#252;nder der globalisierungskritischen Bewegung „Globalization Monitor“ aus China. Er ist auf Einladung von S&#252;dwind in &#214;sterreich zu Gast, um auf die schlechten Arbeitsbedingungen in der asiatischen Elektronikindustrie aufmerksam zu machen. Die ArbeiterInnen d&#252;rfen sich in China nicht frei gewerkschaftlich organisieren, um mit dem Management der Fabriken zu verhandeln, um damit ihre Situation zu verbessern. „Markenunternehmen m&#252;ssen Verantwortung f&#252;r Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben &#252;bernehmen. Dazu sollen sie Verhaltenskodizes entwickeln und umsetzen, die faire Bedingungen f&#252;r alle Arbeiterinnen und Arbeiter garantieren“, unterstreicht Kevin Li. Er unterst&#252;tzt somit auch die Forderungen der S&#252;dwind-Kampagne Clean-IT f&#252;r faire Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie.</p>
<p>„Unsere Hauptaufgabe ist, Bewusstsein &#252;ber die Missst&#228;nde in dieser Industrie zu schaffen. Gemeinsam mit Konsumentinnen und Konsumenten &#252;ben wir Druck auf die Unternehmen aus, damit sie ihre soziale Verantwortung gegen&#252;ber den Arbeiterinnen und Arbeitern wahrnehmen“, erkl&#228;rt Andrea Ben Lassoued, Projektleiterin von Clean-IT. Bis dato g&#228;be es noch keine fair produzierten Computer am Markt. „Je gr&#246;&#223;er die Nachfrage von Konsumentinnen und Konsumenten nach fairen Arbeitsbedingungen in der Computer- und Elektronikindustrie, desto eher werden sich die Unternehmen daf&#252;r einsetzen m&#252;ssen.“</p>
<p><strong><a href="http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?gal=Pressegespraech_CleanIT_091117&amp;seite=1&amp;pagesize=12&amp;b=442%20">Druckf&#228;higes Fotomaterial</a> und <a href="http://doku.cac.at/pressemappe_clean-it_0911.pdf">Pressemappe zum Downloaden</a></strong> <strong> </strong></p>
<p><strong>R&#252;ckfragehinweis:</strong></p>
<p>Christina Schr&#246;der</p>
<p>S&#252;dwind</p>
<p>Tel.: 0676 750 77 76</p>
<p>E-Mail: christina.schroeder@suedwind.at</p>
<p><a href="www.suedwind-agentur.at/" target="_blank">www.suedwind-agentur.at </a></p>
<p>Die S&#252;dwind-Kampagne <a href="http://clean-it.at/" target="_blank">Clean-IT</a> ist Teil der europ&#228;ischen ProcureITfair-Kampagne und wird von der Europ&#228;ischen Union und der &#214;sterreichischen Entwicklungszusammenarbeit gef&#246;rdert. Die von Clean-IT vertretenen Standpunkte geben die Ansicht von Clean-IT wieder und stellen somit in keiner Weise die offizielle Meinung der F&#246;rdergeber dar.</p>
<p><a href="www.suedwind-agentur.at/" target="_blank">S&#252;dwind </a>setzt sich als entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation seit &#252;ber 25 Jahren f&#252;r eine nachhaltige globale Entwicklung, Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen weltweit ein. Durch schulische und au&#223;erschulische Bildungsarbeit, die Herausgabe des S&#252;dwind-Magazins und anderer Publikationen thematisiert S&#252;dwind in &#214;sterreich globale Zusammenh&#228;nge und ihre Auswirkungen. Mit &#246;ffentlichkeitswirksamen Aktionen, Kampagnen- und Informationsarbeit engagiert sich S&#252;dwind f&#252;r eine gerechtere Welt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.clean-it.at/2009/11/17/clean-it-gegen-ausbeutung-am-fliessband/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
