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Offener Brief der iLabour Action Group an Foxconn

9. Februar 2015

Foxconn wurde am 2.2.2015 von der größten Gewerkschaft der Welt, der chinesischen ACFTU, für seine schlechten Arbeitsbedingungen und überlangen Arbeitszeiten kritisiert. Am 3.2.2015  wies das Unternehmen die Kritik mit dem Argument zurück, dass dieses Problem in allen Fabriken bestünde. Nun hat die iLabour Action Group einen offen Brief an Foxconn verfasst.

Darin belegt sie mittels detaillierter Forschungsergebnisse , dass der Grundlohn der Foxconn-ArbeiterInnen seit 2010 stagniert, ja sogar „schlechter als vor den Suiziden“ sei.

Außerdem zeigt die Action Group, wie Foxconn die 6-1-Regelung (ein Tag pro Woche muss arbeitsfrei sein) umgeht (nämlich mit geheimen Lohnzahlungen), was dazu führt, dass in Spitzenzeiten bis zu 152 Überstunden im Monat geleistet werden.

2010 schon belegte die Action Group in einem Bericht die Beziehung zwischen den miserablen Arbeitsbedingungen (dem unmenschliches Managementsystem, den exzessiven Überstunden, der hohen Arbeitsintensität) bei Foxconn und den Suizidversuchen seiner ArbeiterInnen. Das „Staff Care Center“ versuchte „problematische“ MitarbeiterInnen zu finden, denen dann von „mental health consultants“ psychische Probleme aufgrund derer diese dann entlassen wurden.

Auch die von Foxconn aufgespannten Suizidnetze haben nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Es gibt nach wie vor Suizid(-versuche) bei Foxconn, auch wenn diese Vorfälle nur mehr vereinzelt in den Medien berichtet werden.

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