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ArbeiterInnen werden bei Apple Zulieferant Jabil Circuit weiter ausgebeutet

26. September 2014

New York – Neue Untersuchungen von China Labor Watch (CLW) ergaben, dass ArbeiterInnen die die neuen iPhone 6 Cover in China herstellen bis zu 77 Stunden pro Woche, unter enormen Druck und gefährlichen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen, um so die hohe Nachfrage bedienen zu können. Bei Jabil Circuit, einer Niederlassung einer amerikanischen Firma in Wuxi, China schufteten ArbeiterInnen bis zu 158 Überstunden pro Monat (dieser Wert überschreitet die gesetzlich erlaubten 36 Stunden um das Vierfache!). Nichtsdestotrotz verdienen diese ArbeiterInnen nichtmal den lokalen Durchschnittslohn.

Der Bericht von CLW „iExploitation: Apple Supplier Jabil Exploits Workers to Meet iPhone 6 Demands“, deckt zahlreiche Arbeitsrechtsverletzungen bei Jabil in Wuxi auf. Unter anderem wurden diskriminierende Anstellungspraktiken von schwangeren Frauen und ethnischen Minderheiten, Anstellungsgebühren, Mangel an Sicherheitstrainings, gefälschte Trainingsdokumente, unhygienisches Umfeld und gefährliche Arbeitsbedingungen (darunter Fertigung in einem noch nicht fertig gebautem Gebäude), exzessive verpflichtende Überstunden, extrem hoher Arbeitsdruck bei gleichzeitig verkürzten Pausen, schlechte Lebensbedingungen und extrem viele Überstunden, um einen Existenzlohn zu verdienen, vorgefunden.

Dies ist schon das zweite Mal, dass CLW Jabil Wuxi während der iPhone Cover Herstellung untersucht. Vergleicht man die Ergebnisse des Reports 2013 mit jenen des Reports 2014 findet man kaum Verbesserungen. Tatsächlich sind einige Arbeitsrechtsverletzungen hinzugekommen oder schlimmer als noch vor einem Jahr. ArbeiterInnen bei Jabil müssen sogar noch mehr Überstunden leisten (bis zu 158 Stunden) und dürfen während der Arbeitszeit nicht sprechen oder von ihrer Arbeit aufsehen. Die Tabelle zeigt den Vergleich der beiden Berichte von 2013 und 2014.

CLW

Die Untersuchungen von CLW zeigen, dass praktisch keine Verbesserungen der Arbeitsbedingungen beim Apple Zulieferer bemerkbar sind. Des Weiteren fehlt jegliche Umsetzung der von Apple versprochenen Verbesserungen, ganz abgesehen von der Erfüllung der chinesischen Arbeitsgesetze. Anscheinend werden alle Zusagen von Apple und seinen Zulieferern irrelevant, sobald Apple ein neues Produkt auf den Markt bringt.

Man muss sich nun die Frage stellen, wie glaubwürdig der Verhaltenskodex von Apple und sein Versprechen die Arbeitsbedingungen zu verbessern wohl sein mag. Apple verbessert ständig seine Produkte, aber die Arbeitsbedingungen der ArbeiterInnen, die diese Produkte herstellen bleiben gleich oder verschlechtern sich sogar.

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