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Foxconn: Streik legte Produktion in Brasilien für eine Woche lahm

23. September 2014

In Brasilien streikten letzte Woche rund 3.700 ArbeiterInnen im Foxconn-Werk in Jundiai (Bundesstaat São Paulo). Sie forderten einen neuen Tarifvertrag und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Bereits im Februar 2013 streikten die ArbeiterInnen für dieselben Forderungen. Seit 2012 wurden die Löhne in diesem Foxconn-Werk nicht mehr erhöht. Im inflationsgeplagten Brasilien führt dies zu einem reellen Einkommensverlust. Das Foxconn-Werk ist das einzige, wo außerhalb Chinas iPads und iPhones für Apple hergestellt werden.

Foxconn Fabrik-Gelände in Brasilien, Foto: Globo

Foxconn Fabrik-Gelände in Brasilien, Foto: Globo

Der Streik dauerte eine ganze Woche. Die gesamte Belegschaft konnte laut Gewerkschaft mobilisiert werden. Am Dienstag kam es zu einem Tumult, weil einige MitarbeiterInnen versuchten die Fabrik zu betreten, um ihrer Arbeit nachzugehen. Sie wurden von den streikenden ArbeiterInnen aufgehalten.

Am Donnerstag, den 18. September, wurde der Streik für beendet erklärt, nachdem das Unternehmen versprach innerhalb eines Jahres den Forderungen der Lohnanpassungen nachzugehen. Bereits im September werden die Löhne von 151 ArbeiterInnen angepasst, der Rest soll schrittweise folgen.

Foxconn verlangte von den ArbeiterInnen an zwei Samstagen zu arbeiten, um die Produktionsversäumnisse nachzuholen. Diese Forderung wurde von der Gewerkschaft abgelehnt. Infolgedessen erklärt sich das Unternehmen bereit, die gestreikten Tage zu entlohnen und auf die Ersatzleistungen an Samstagen zu verzichten.

 

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