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AktivistInnen der europäischen Blockupy-Bewegung belagern Apple-Stores

21. Mai 2014

Demos in mehreren Städten gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferer Foxconn

Unter dem Motto „Grenzenlos solidarisch – Für Demokratie von unten“ hat das kapitalismuskritische Bündnis Blockupy zu europaweiten Aktionen und Demos während des EU-Wahlkampfs im Mai aufgerufen – diese finden gleichzeitig in mehreren Städten statt und richten sich gegen kapitalistisch ausgeprägte Machtstrukturen in Europa. Während dabei in Frankfurt etwa die EU-Wahlkampfveranstaltung der AfD (Alternative für Deutschland) am 15. Mai von den AktivistInnen empfindlich gestört wurde, hat einen Tag darauf eine Gruppe von Blockupy-AktivistInnen einen Apple-Store in der Innenstadt belagert. Es gelang ihnen in den Store einzudringen und ein Transparent zu enthüllen: „Block Apple & Foxconn“ war darauf zu lesen, sowie: „iSlaves – made bei Foxconn for Apple“. Ähnliche Aktionen gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen beim Apple-Zulieferer Foxconn fanden in polnischen und italienischen Städten statt.

Für Sicherheit am Arbeitsplatz und einen fairen Lohn

Foxconn war 2010 durch eine Reihe von Verzweiflungs-Selbstmorden seiner ArbeiterInnen in die öffentliche Wahrnehmung und Kritik geraten. Apple hat als Reaktion darauf  große Teile seiner Produktion zum taiwanesischen Zulieferer Pegatron verlagert. Aber auch dort lassen die Arbeitsbedingungen zu wünschen übrig,  kritisieren Menschenrechtsorganisationen wie Südwind und nominierten Apple zu Beginn des Jahres für den „Schandfleck“ 2013, eine österreichische Auszeichnung für gesellschaftlich unverantwortlich agierende Unternehmen. Das Resümee: Apple ist nach wie vor nicht bereit, Verantwortung für seine Zulieferkette zu übernehmen, d. h. den ArbeiterInnen einen sicheren Arbeitsplatz sowie einen existenzsichernden Lohn zu gewährleisten. Die europaweiten Blockupy-Aktionen machen die anhaltenden Missstände nun erneut öffentlichkeitswirksam sichtbar, und zeigen gleichzeitig europäische Solidarität mit den ArbeiterInnen der Elektronikindustrie in Ländern wie China.

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