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Zehntausende SchülerInnen arbeiten bei Apples Zulieferern

29. Juli 2013

Wie Clean-IT schon Anfang Juni berichtete, hatte sich Apple von seinem langgedienten Zuliefer Foxconn distanziert und begonnen Aufträge an andere Firmen zu vergeben. Sein billiges iPhone wird z.B. mittlerweile bei Pegatron produziert. Angeblich erfolgte diese Umorientierung aus „strategischen Gründen“, der Spiegel meint sogar in einem Artikel, Apple hätte die Kritik an den Arbeitsbedingungen bei Foxconn „ernst genommen“, doch sicher spielten auch finanzielle Überlegungen eine wesentliche Rolle. So kritisierte ein Informant:

„Apple hat diese Fabriken gewählt, weil sie zu noch geringeren Kosten produzieren – aber den Preis dafür zahlen die Arbeiter“,

gegenüber ReporterInnen des Magazins „Der Spiegel“. Wegen seiner besonders guten Arbeitsbedingungen ist Pegatron nicht bekannt – das beweist ein Report der NGO SACOM schon Anfang Juni und dies belegt nun Ende Juli ein weiterer Report. Die NGO China Labor Watch, untersuchte für diesen mittels Undercover-Recherche und insgesamt 200 INterviews drei Firmen der Pegatron Group, einer der Hauptlieferanten von Apple.

Mehr als zehntausend SchülerInnen sind unter gefährlichen Arbeitsbedingungen bei den chinesischen Zulieferern von Apple beschäftigt – so das Fazit das „Der Spiegel“ aus dem Bericht zieht. Damit verstoßen die Vertragsfabriken Apples systematisch gegen chinesisches Arbeitsrecht. Vermittelt werden die SchülerInnen und StudentInnen von LehrerInnen und Schulen, die angeblich einen Teil des Lohns für sich einbehalten. Eine gängige Praxis, die auch im vor kurzem erschienen Buch iSlaves detailliert beschrieben wird.

Apple wollte sich bis zum Redaktionsschluss des SPIEGEL am Freitag nicht zu den Vorwürfen äußern. Ein Sprecher von Pegatron versichert: „Der besondere Schutz unserer Mitarbeiter ist unsere oberste Priorität.“, berichtet „Der Spiegel“.

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