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Samsung gesteht Vorwurf der Kinderarbeit ein

6. Mai 2013

Unsere Partnerorganisation „Friends of the Earth“ (FoE) deckte im vergangenen Jahr auf, dass im indonesischen Zinnbergbau auf Kinderarbeit zurückgegriffen wird.  Weitere Untersuchungen der britischen Zeitung „The Guardian“ gaben dem Thema mehr Öffentlichkeit, sodass sich schließlich  knapp 16.000 besorgte VerbraucherInnen an Samsung wandten.

Nun hat der Mobiltelefonhersteller endlich zugegeben, Zinn aus der umstrittenen Insel Bangka zu beziehen. In einer Email wandte sich das Unternehmen an seine VerbraucherInnen sowie Friends of the Earth. Man habe zwar keinen direkten Kontakt zu den Zulieferern, wisse aber, dass mancher Zinn der für die Herstellung seiner Produkte verwendet werde aus dieser Region stamme. Eine gründliche Untersuchung der Zulieferkette werde vorgenommen, erklärte Samsung weiter.

90% des indonesischen Zinns werden auf den Inseln Bangka und Belitung produziert.  Dieses wird vor allem für Smartphones, Tablets und Handys verwendet. 1-2 Gramm Zinn befinden sich zum Beispiel in jedem Handy. Ein Drittel des weltweit gehandelten Zinns kommt aus dieser Region. Doch die Minenarbeit ist so gefährlich, dass jährlich  ca. 150 Menschen in den Minen von Bangka und Belitung sterben.

Gut, dass Samsung den ersten Schritt gemacht hat und versucht seine Lieferkette bis zu Indonesiens Zinnminen überprüfen zu lassen. Es ist Zeit, dass sich das Unternehmen endlich seiner Verantwortung stellt und dazu beiträgt, die Auswirkungen des Bergbaus auf Mensch und Umwelt zu bewältigen. Nun ist Apple an der Reihe, uns darüber aufzuklären woher es sein Zinn bezieht – denn auch dieses Unternehmen wird im Bericht von Friends of the Earth kritisiert.

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