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Wintek: Tod durch Überarbeitung?

7. März 2011

Am Dienstag letzter Woche wurden zwei Todesfälle beim chinesischen Apple-Zulieferer Wintek bekannt gegeben. Die Todesursache ist unklar, es handelte sich bei den beiden verstorbenen Arbeitern um zwei junge, gesunde Menschen.

Das Council of Labor Affairs (CLA) gab an, gerade zu überprüfen, ob die jungen Arbeiter an Überarbeitung gestorben sind.

Von der Hand zu weisen sind diese Vermutungen nicht. So wurde vom Unternehmen bestätigt, dass der 30-jährige Arbeiter, der letztes Monat plötzlich an seinem Arbeitsplatz verstorben war, eine durchgehende Reihe exzessiver Überstunden hinter sich hatte. In den sechs Monaten bevor er starb verzeichnete das Unternehmen 65 Überstunden pro Monat. Das erlaubte Maximum liegt laut Arbeitsgesetz bei 46 Stunden.

Auch der 26-jährige Arbeiter, der am Dienstag verstorben ist, arbeitete unter harten Bedingungen. Er war seit September letzten Jahres bei Wintek angestellt und fertigte Teile für Touchscreens – stets in der Nachtschicht von 19.30 Uhr abends bis 7.30 Uhr morgens. Hinzu kamen noch Überstunden, wie das Unternehmen bestätigte.

Eine Untersuchung zur Klärung der genauen Ursachen wurde eingeleitet.

Wintek gerät seit einiger Zeit immer wieder in die Schlagzeilen. Wie letztes Jahr bekannt wurde, wurden 137 ArbeiterInnen des Unternehmens mit dem toxischen Stoff N-Hexan, der Nervenschäden, Betäubungen und andere Krankheiten hervorrufen kann, vergiftet. Die Chemikalie diente zur Reinigung von Displays und Touchscreens. Sie wurde bei Wintek u.a. zur Fertigung von Apples Iphones eingesetzt (siehe Bericht vom 2. Februar 2011).

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