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Suizid bei Samsung

17. Januar 2011

Am 1.1.2011 sprang der junge Arbeiter Kim Joo Hyun, der bei Samsung in Korea beschäftigt war, vom Dach der firmeneigenen Schlafräume in den Tod. Der Selbstmord des 26-Jährigen, der in der Samsung-Fabrik in der LCD Herstellung tätig war, wurde erst kürzlich bekannt. Aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen, wie enormem Arbeitsdruck und unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen beim täglichen Umgang mit giftigen, chemischen Substanzen, litt er unter einer Hautkrankheit und unter Depressionen.

Kim Joo Hyun ist nicht der erste Arbeiter bei Samsung, der aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen krank wurde. So erkrankten bisher an die 100 ArbeiterInnen, die giftigen Substanzen während der Arbeit ausgesetzt waren, an Krebs, 30 Personen starben (siehe Bericht vom 23.9.2010).

Samsung weigert sich bis heute, einen Zusammenhang zwischen den Arbeitsbedingungen und den Erkrankungen der ArbeiterInnen anzuerkennen.

Arbeitsrechtsorganisationen wie SACOM und die Taiwan Labor Information and Education Association setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen ein. Good Electronics, das Internationale Netzwerk für Menschenrechte und Nachhaltigkeit in der Elektronikindustrie, rief nun die Samsung Accountability Campaign ins Leben. Die Kampagne fordert, dass Samsung die Verantwortung für die schlechten Arbeitsbedingungen und die Folgen davon übernehmen soll.

Samsung entwickelte sich in den letzten 20 Jahren zu einem der größten Elektronikkonzerne. Das Unternehmen produziert Flachbildschirme, Mobiltelefone und Fernseher, die in die ganze Welt exportiert werden. Trotz des wirtschaftlichen Erfolges verbesserten sich die Arbeitsbedingungen in den Betrieben bisher nicht.

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