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Foxconn-ArbeiterInnen gehen auf die Straße

23. November 2010

Bei Premier Image Technology, einer Tochterfirma des Elektronikriesen Foxconn,  streikten letzte Woche etwa 7.000 von 20.000 ArbeiterInnen in Foshan, China, wie das China Labour Bulletin berichtete. Auslöser für den Streik war eine zu geringe Lohnerhöhung auf 1.400 Yuan (154 Euro) für FacharbeiterInnen sowie eine geplante Verlagerung des Produktionstandortes.

Die streikenden ArbeiterInnen forderten bessere Bezahlung und demonstrierten gegen die Verlegung der Fabrik ins Innere Chinas, wo die Lohnkosten für das Elektronikunternehmen niedriger sind als an den Küstengebieten.

Foxconns Management, das für sein hartes Vorgehen gegen MitarbeiterInnen und die Missachtung von Arbeitsrechten bekannt ist, bleibt auch in diesem Streik seinem Image treu: Der Firmenchef von Premier Image Technology soll die MitarbeiterInnen mittels Megafon dazu aufgefordert haben, zu den Arbeitsplätzen zurück zu kehren, andernfalls würden Entlassungen drohen.

Das Foxconn-Tochterunternehmen produziert Digital- und Videokameras, Kameramodule und Projektoren und beschäftigt 20.000 MitarbeiterInnen.

Seit Anfang des Jahres geriet Foxconn aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhne immer wieder in die Schlagzeilen. So berichtete ein junger Arbeiter im Juni diesen Jahres: „„Ich muss (…) elf Stunden am Tag von 07:30 bis 19:30 Uhr arbeiten, an sieben Tagen die Woche, mit nur 30 Minuten Pause für Mittag- und Abendessen.“

Die Situation spitzte sich seit Jahresbeginn durch eine Reihe von Selbstmorden bzw. Selbstmordversuchen junger ArbeiterInnen in chinesischen Foxconn-Werken weiter zu. KritikerInnen, Gewerkschaften und Angehörige machen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen dafür verantwortlich.

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