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Petition zur Unterstützung der Arbeitsopfer von Samsung

8. November 2010

Mit der Produktion von Flachbildschirmen, Mobiltelefonen und Fernsehern entwickelte sich Samsung zu einem der weltweit führenden Elektronikkonzernen. Selbst im Krisenjahr 2009 konnte das Unternehmen einen Umsatz von 117,8 Mrd. US-Dollar verbuchen.

Trotz des großen finanziellen Erfolgs gibt es keine Verbesserungen bei den gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen der ArbeiterInnen, was bereits mehrmals von NGOs bemängelt wurde (siehe auch Artikel vom 23.9.2010). Aufgrund fehlender Schutzkleidung beim Umgang mit giftigen Chemikalien in der Produktion erkrankten ca. 100 junge ArbeiterInnen in einer Samsung-Produktionsstätte in Korea an Krebs. 30 starben bereits daran.

Samsung sieht jedoch keinen Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen und weigert sich, die Verantwortung für die Erkrankungen zu übernehmen.

Die Erkrankten, ihre Familien und Freunde starteten eine Initiative, die sich für bessere Arbeitsbedingungen bei Samsung und Gerechtigkeit für die Opfer einsetzt. Unter anderem mit einer Petition, die zur Solidarisierung mit den Opfern aufruft.

Auch die Arbeitsrechtsorganisation SACOM unterstützt folgende Forderungen der Petition an Samsung und an die koreanische Regierung:

  1. Samsung soll die in der Produktion verwendeten Giftstoffe sowie Informationen über die gesundheitlichen Gefahren beim Umgang mit diesen veröffentlichen.
  2. Samsung soll Präventivmaßnahmen zum Schutz der ArbeiterInnen vor giftigen Chemikalien umsetzen, laufend überprüfen und diese auch veröffentlichen.
  3. Samsung soll alle berufsbezogenen, gesundheitsmedizinischen Protokolle für die ArbeiterInnen veröffentlichen.
  4. Samsung und die koreanische Regierung sollen alle Studien, die in Bezug auf Berufskrankheiten durchgeführt wurden und werden, veröffentlichen. Auch jene von außenstehenden AkteurInnen wie z.B. ENVIRON.
  5. Samsung soll den ArbeiterInnen das Recht zugestehen, Arbeit, die ohne ausreichende Schutzvorkehrungen durchgeführt werden soll, ohne Konsequenzen zu verweigern.
  6. Samsung soll giftige Substanzen aus der Produktion nehmen, wenn Alternativen verfügbar sind.
  7. Die koreanische Regierung soll Entschädigungszahlungen gewährleisten und das Unternehmen Samsung dazu bringen, Verantwortung für die Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken zu übernehmen.

Für alle, die diese Forderungen und die Opfer von Samsung unterstützen möchten, hier der Link zur Petition: International Petition to support Samsung workers & families

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