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20. Juli: Erneuter Selbstmord bei Foxconn

21. Juli 2010

Liu, ein 19 jähriger Foxconn- Mitarbeiter stürzte sich am 20.Juli 2010 aus dem sechsten Stock des konzerneigenen Wohnhauses in Foshan, Südchina. Der Student, der an der „Vocational School of Technology“ in Dongfang im Norden Chinas studierte, war als Praktikant bei Foxconn tätig und hätte das Unternehmen frühzeitig verlassen sollen. Grund für die Kündigung war, nach Angaben der Foxconn-Filiale Chimei Innolux, in der Liu Selbstmord verübte, dass der Praktikant über Tage hinweg nicht zur Arbeit erschienen wäre. Die Rückreise in seine Heimatstadt sei schon arrangiert gewesen.

Dieser Fall ist nicht der erste Todesfall bei Foxconn: Seit Anfang des Jahres versuchten sich vierzehn Foxconn-MitarbeiterInnen in China das Leben zu nehmen – drei davon überlebten den Selbstmordversuch, elf Menschen starben.

Foxconn beschäftigt rund 800 000 Menschen und ist der weltweit größte Elektronikproduzent. Das Unternehmen produziert für bekannte Markenunternehmen wie beispielsweise Apple, Dell und HP. Arbeitsrechtsorganisationen wie SACOM, GoodElectronics und ProcureITFair kritisieren die schlechten Arbeitsbedingungen bei Foxconn.

KonsumentInnen, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie einsetzen möchte, können dies mit Unterzeichnung der ProcureITfair-Online Petition tun: procureitfair.org/petition.

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