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Spärliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen

30. Mai 2009

Seit 2004 forschen unsere holländischen ProjektpartnerInnen von SOMO zu Arbeitsrechtsverletzungen in den Zulieferketten internationaler Computermarkenfirmen. Unter anderem publizierten sie Firmenprofile zu acht Computermarkenfirmen. Die nun erschienene Follow-Up-Studie zeigt viele Schwierigkeiten bei der Umsetzung sozialer Standards und gerechter Arbeitsbedingungen in der Computerbranche auf.

Mittels Fragebogen erhob SOMO, ob und welche Veränderungen es in Reaktion auf die Publikation der Forschungsergebnisse von 2005 gab. Die Antworten von HP, Apple, Sony, Acer, Toshiba, Dell und Fujitsu Siemens Computers bieten die Grundlage des Briefing Papers “Computer Connections: Supply chain policies and practices of seven computer companies” (Pdf, 328 kB).


Fünf der acht Firmen sind Mitglieder der “Electronic  Industry Citizenship Coalition” (EICC), einer Koalition von 45 Firmen des ICT-Sektors, die sich um einen gemeinsamen Verhaltenskodex bemühen. Der EICC-Code aber ist lückenhaft, u.a. da er nicht den Kernarbeitsnormen der ILO entspricht. Einige der Firmen haben ihren Verhaltenskodex allerdings selbstständig angepasst, sodass sie auch das Recht auf Organisationsfreiheit und auf Kollektivverhandlungen umfassen.

Außerdem zeigt sich, dass zivilgesellschaftliche Organisationen kaum in die (Weiter-)Entwicklung der Verhaltenskodizes eingebunden waren, die einzige Ausnahme war HP. Die meisten Firmen beschränken sich jedoch darauf, bei ihren direkten Zulieferern Audits durchzuführenund vernachlässigen Kontrollen auf der weiteren Zulieferkette. Das führt dazu, dass sich die Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben kaum verbessern.

Leider zeigt sich an dieser Stelle, dass viele der Firmen kaum Anstrengungen unternehmen, ihren Verhaltenskodex auch wirklich umzusetzen. Auch sind viele Unternehmen diesbezüglich sehr verschwiegen. Nur HP war transparent in seiner Vorgehensweise und hat SOMO breitwillig über seine  Bemühungen zur Umsetzung sozialer Standards informiert.

*Packard Bell wurde von Acer übernommen und hat daher den Fragebogen nicht beantwortet.

Download der Studie “Computer Connections” als PDF (328 kB)

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