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(R)E-CYCLING?

19. Mai 2009

Unter dem Stichwort “bridging the digital divide”, gelangen monatlich etwa 400.000 Computer und Monitore nach Nigeria (PDF; 2,47MB) – die meisten davon sind Schrott. Nigeria ist nur eines der Ziele von illegalem e-Waste Dumping. Beliebt bei Schmugglern sind auch Ghana, Pakistan, Indien und China.

Guiyu, die e-Waste Hauptstadt Chinas verdient etwa $75 Millionen pro Jahr am Müll. Die Kosten aber trägt die Bevölkerung – in Guiyu wurde die höchste Konzentration kanzerogener Dioxine weltweit gemessen. Brom, Blei, Beryllium und verschiedenste Weichmacher sind nur einige der gefundenen Giftstoffe. Platinen werden in Säurebädern behandelt, um etwas Gold aus ihnen zu gewinnen, Drähte an offenen Feuern verbrannt, um an das Kufper zu gelangen. Die resultierende Asche wird in die Flüsse gekippt.

Das Problem sieht das Basel Action Netwokrs (BAN) vor allem in zwei Dingen: Wichtige Verträge werden z.T. nicht oder nur langsam ratifiziert (die USA etwa weigert sich seit 19 Jahren, das Basel Abkommen zu unterzeichnen) und es fehlen die Institutionen, den Schmuggel von e-Waste effektiv zu kontrollieren.

LINKS:

The Digital Dump (ban.org)
E-Waste Not (Times.com)
Where does e-waste end up? (Greenpeace.org)
Following The Trail Of Toxic E-Waste (cbsnews.com)
Eliminating E-waste (inece.org)
CSR in Ghana? (emeraldinsight.com – kostenpflichtig)

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