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Wenn Menschen Dinge werden

4. Mai 2009

Ich kann nicht erkennen, wie wir irgendwie anders als die Maschinen wären, wenn wir täglich so arbeiten…Die Fabrik muss Geld für die Maschienen zahlen, aber für uns müssen sie nichts ausgeben.

(namenlose/r Meitai ArbeiterIn)

Diese Stimme hat leider jeden Grund, sich als Maschine zu fühlen: Bei 3 250 Tasten/Stunde, keiner Möglichkeit, die Toilette zu besuchen und keinerlei Respekt, verbringen die ArbeiterInnen der Meitei Plastics & Electronics Fabrik in Guangdong, China beinahe ihre gesamte Zeit am oder um den Arbeitsplatz. Ein Bericht des NLC (National Labour Committee) deckt auf!

Ich fühle mich, als würde ich eine Haftstrafe absitzen…Wir sind tatsächlich Vieh und sollten nicht Arbeiter genannt werden.

(namenlose/r Meitei ArbeiterIn)

2008/2009: Meitei produziert Tastaturen für die Markenfirmen Lenovo, IBM, HP, Dell und Microsoft. Die etwa 2 000 ArbeiterInnen (die meisten sind Frauen zwischen 18 und Mitte Zwanzig) arbeiten für einen Hungerlohn (etwa 41 $cents pro Stunde) durchschnittlich ca. 74 Stunden die Woche.

Zusammengepfercht, ohne Fließwasser oder zusätzlichem Strom, leben die ArbeiterInnen direkt auf dem Fabrikgelände, das sie nur selten verlassen dürfen. Insofern ist der Vergleich mit einem Gefängnis durchaus passend. Es verwundert daher auch nicht, dass zynische IT-Konzerne (etwa Dell und Microsoft) mit tatsächlicher Gefangenenarbeit in Amerika experimentieren.

Das NLC kritisiert weiterhin, dass Elektronikgüter zollfrei in die USA importiert werden und die Regulierungen durch westliche Regierungen sehr lasch sind.

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