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Grün und fair?
20. April 2009
Eine schnelle Suche auf Google News oder Twitter zeigt: “GreenIT” ist in aller Munde. Doch ist “Green IT” gleich “Clean IT“? Ein Artikel der deutschen Computerfachzeitschrift c’t beantwortet diese Frage.
Soenke Zehle kommt in seinem Bericht zu ernüchternden Ergebnissen: Die ökologischen Grundsätze von Green IT beinhalten noch lange keine sozialen Standards, wie sie bei Clean IT vorgesehen sind. Zehle teilt das Problem in drei Punkte ein:
Richtlinien für Firmen und Hersteller sind ungenügend.
Richtlinien wie etwa der Electronic Industry Code of Conduct (EICC), genügen den realen Anforderungen nicht. Der EICC verlangt von Firmen nur die Kontrolle der Arbeitsbedingungen der unmittelbaren Zulieferer. Aber:
Der Produktionszyklus von Computern ist zu undurchschaubar.
Wertschöpfungsketten der Computerindustrie sind verzweigt und komplex. Daher genügt es nicht, nur den jeweils nächsten Zulieferer zu kontrollieren. Die gesamte Wertschöpfungskette muss miteinbezogen werden.
Kaum bis keine unabhängige Kontrolle
Es gibt keine unabhängigen Kontrollinstanzen, die die gesamte Wertschöpfungskette überprüfen und Hersteller notfalls sanktionieren. Dadurch gibt es keine Zertifikate für faire IT, bei deren Herstellung Menschen- und Arbeitsrechte garantiert werden.
Link: Soenke Zehle: Kein Anschluss? (kostenpflichtig)
1 Kommentar zu „Grün und fair?“
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